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Freitag, 19. Dezember 2025

Statt E-Mails: Karten! Frohe Weihnachten


Regensburger Weihnachtskarte aus dem Jahr 1993, Helmut Meindl & Maximilian Weinzierl
Foto © Maximilian Weinzierl

 

Heuer keine digitalen Weihnachtsgrüße,
sondern analoge. 

NOSTALGIE

 

Heuer gibts für family&friends keine digitalen Weihnachtswünsche per E-Mail, das ist so beliebig und abgenützt, die ersten diesbezüglichen Mails haben mein E-Postfach schon Ende November überfüllt. 

Es gibt bei mir heuer alte Regensburger (Kitsch)-Weihnachts-Karten (Archivfund), – und aufs Papier schreibe ich die guten Wünsche und die herzlichen Grüße handschriftlich mit Pelikan Füller und blauer Tinte. Alles ganz analog und nostalgisch.

Die A5-Klappkarten, schweres Papier und aussen lackiert, sind original aus einer Zeit, wo die Photoshop-Bildbearbeitungs-Software gerade das Licht der Welt erblickt hatte, 1993, – und fasziniert vom Desktop publishing haben wir damals nächtelang experimentiert mit PhotoShop 2.5. 

Es klappte nicht alles auf Anhieb und erschwerend kam dazu, es gab noch keine Ebenen und keine Rücknahmemöglichkeit von Bearbeitungsfehlern (vorherige Versionen mußten zwischengespeichert werden, damit im Falle eines Falles nicht Alles weg war und zur Vorversion zürückgekehrt werden konnte);  

Zum ersten Mal digitale Experimente und Bildkombinationen (hier die Regensburger Standardansicht und ein Pappmaché-Nikolaus, Weihnachtsdeko in einem Lebensmittelgeschäft). 

Blutjung und gerade neu im "Design-Geschäft" hatten wir eine so harmlose Weihnachtskarten-Idee: Der Nikolaus fährt mit dem Rentierschlitten über die Steinerne Brücke. Verblüffend damals, – wie bescheiden, wenn man heute an die Möglichkeiten der KI denkt. 

Früher eine Arbeit von vielen Stunden, heute ists hundertmal realistischer in 5 Sekunden erledigt. Aber ists mittels KI genauso liebenswürdig, naiv, harmlos und reizend unperfekt ? Ich werd sentimental, ich weiß !

Die Dias mußten damals erst teuer trommelgescannt werden, damit wir sie auf unserem ersten Mac, den Würfel-Mac, bearbeiten konnten. Wir sind Macianer geblieben bis heute.  

Das Rippen einer kleinen Fotodatei dauerte über Nacht. Mit den CMYK-Druckfilmen aus der Reproanstalt und mit einem Cromalinandruck als Farbtest gings dann in die bekannte Postkarten-Druckerei, die es lange schon nicht mehr gibt. Dann das Abenteuer Vierfarb-Offsetdruck mit Sichtkontrolle, neben der Druckmaschine stehend. Was für Zeiten !

Ich wünsche allen blog-Lesern
ein frohes und friedliches Weihnachtsfest

Maximilian Weinzierl

 

 

Regensburger Weihnachtskarte aus dem Jahr 1993, Helmut Meindl & Maximilian Weinzierl
Foto © Maximilian Weinzierl


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 21. November 2025

TIPP: "Internationales Festival Fotografischer Bilder" und "Deutscher Fotobuchpreis 2025" in Regensburg

FACT/FAKE: Das Internationale Festival Fotografischer Bilder und Deutscher Fotobuchpreis 2025 in der Städtischen Galerie Leerer Beutel in Regensburg. Foto © Maximilian Weinzierl

 

Gestern Abend fand die Eröffnung  Das Internationale Festival Fotografischer Bilder und Deutscher Fotobuchpreis 2025 in der Städtischen Galerie Leerer Beutel in Regensburg statt. Eröffnung und Vortrag mit den beiden Festivalinitiatoren Andy Scholz und Martin Rosner zum Thema "Die Allgegenwart fotografischer Bilder". Einführung in "FACT/FAKE", die Hauptausstellung, die sich "Fotografischen Bildern zwischen Wirklichkeit und Konstruktion" widmet. 

 

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Das Internationale Festival Fotografischer Bilder und Deutscher Fotobuchpreis 2025 in der Städtischen Galerie Leerer Beutel in Regensburg.Die beiden Initiatoren Andy Scholz (re) und Martin Rosner (li). Foto © Maximilian Weinzierl

 

Das "FOTOBUCHWOHNZIMMER" ist eine Sonderausstellung zum Jubiläum. Zu sehen sind preisgekrönte Einreichungen zum Deutschen Fotobuchpreis aus den Jahren 2017 bis 2024. Der Deutsche Fotobuchpreis feiert in diesem Jahr sein 50 jähriges Bestehen. Gratulation! Auf den diversen Sitzmöbeln in nachempfundener Wohnzimmer-Atmosphäre kann man Platz nehmen und in den Fotobüchern schmökern. Mein Tipp fürs Wochenende.  


FOTOBUCHWOHNZIMMER: Das Internationale Festival Fotografischer Bilder und Deutscher Fotobuchpreis 2025 in der Städtischen Galerie Leerer Beutel in Regensburg. Foto © Maximilian Weinzierl

 

21.11. – 24.11.: Symposium, Ausstellungen, Rahmenprogramm, Vorträge, Podiumsgespräche, Künstlergespräche und Diskussionen über Fotografie in unserer Zeit. Am Samstagabend dann die Preisverleihung Deutscher Fotobuchpreis 25|26  in Anwesenheit der Preisträger. Hier das ausführliche Programm. See You!


DIE BÜCHERAUSWAHL ZUM "DEUTSCHER FOTOBUCHPREIS 25|26": Am Samstag werden die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen verliehen. Das Internationale Festival Fotografischer Bilder und Deutscher Fotobuchpreis in der Städtischen Galerie Leerer Beutel in Regensburg. Foto © Maximilian Weinzierl






 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 6. August 2025

Seltene Blattschneiderbiene im Botanischen Garten der Universität Regensburg

Blattschneiderbiene im Botanischen Garten der Universität Regensburg – Foto © Maximilian


Blattschneiderbiene im Botanischen Garten der Universität Regensburg – Foto © Maximilian Weinzierl

 

 "Seltene Wildbiene im Botanischen Garten der UR entdeckt", hier ist die Meldung.

... also wenn mich nicht alles täuscht, habe ich die jetzt entdeckte seltene Blattschneiderbiene im Botanischen Garten der Universität Regensburg schon mal am 14.08.2011 porträtiert, und zwar beim Nestbau am Insektenhotel  👀 – oder ist das eine andere Art ? Bienenexperten willkommen! ich liefere hier ein update, wenns geklärt ist  👍


 

Blattschneiderbiene im Botanischen Garten der Universität Regensburg – Foto © Maximilian Weinzierl


 

Übrigens: aus der Hand fotografiert, damals mit der Nikon D3s und dem MicroNikkor 105mm f/2.8. f=22, t=1/60, ISO 400.

 

Blattschneiderbiene im Botanischen Garten der Universität Regensburg – Foto © Maximilian Weinzierl

 

btw. der Botanische Garten der Universität Regensburg ist immer einen Besuch wert, auch wenn mal keine Bienen fliegen ...



Im Botanischen Garten der Universität Regensburg – Foto © Maximilian Weinzierl




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

Montag, 12. Mai 2025

Das historische Stadtlagerhaus im Regensburger Westhafen, ein eindrucksvolles Industriedenkmal – Lost Places Fotografie


das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl


 das Stadtwerk.Regensburg  ermöglichte am Samstag im Rahmen der Feierlichkeiten zu seinem 50-jährigen Jubiläum Führungen im historischen Stadtlagerhaus, einem Industriedenkmal im Regensburger Westhafen.


das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl

 

In Kooperation mit der Stadt Regensburg wird hier zukünftig ein Kreativareal entstehen. Die Revitalisierung eines Industriedenkmals, um auf 17.000 Quadratmetern Büros, Studios, Werkstätten und Labore für Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft zu schaffen. Das seit 2018 stillgelegte Stadtlagerhaus wird zu einem Ort für kreative Produktionen aller Art.


das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl

 

Für Fotografen ist das Gebäude im jetzigen Zustand eine Lost-Places-Motiv-Fundgrube vom Allerfeinsten. Faszinierende Ansichten; die fotografische Herausforderung: Blickführung und Bildkomposition bei available light. Ich war mit der Nikon Z8 und dem 14-24/2.8 Weitwinkelzoom unterwegs. Alle Aufnahmen aus der Hand.


das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl

Auch für Nicht-Fotografen war die Führung eine wunderbare Reise in die Vergangenheit dieses Getreidespeichers mit sehr interessanten Einblicken und Informationen. 

 

das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl

Das unter Denkmalschutz stehende Industriegebäude, das in den Jahren 1910, 1936 und 1938 in drei Etappen errichtet wurde, erzählt ein Stück Regensburger Stadtgeschichte. Früher wurde das Gebäude als Lager und Umschlagplatz für Getreide und Futtermittel genutzt. Heutzutage ist der Besitzer  das Stadtwerk.Regensburg 

 

das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl


Die Aufgabe bestand in der Fremdeinlagerung: Das Lagergut gehörte nicht der Stadt, sondern anderen Eigentümern. Im Auftrag wurden unter anderem Braugerste für die Brauerei Bischofshof und Senfkörner für die Senfproduktion der Firma Händlmaier eingelagert.


das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl


Im zwei Meter hoch gelagerten Getreide mußte vor allem Feuchtigkeit und Schimmelbildung verhindert werden. Auch galt es, Schädlinge wie Getreidekäfer und Motten abzuhalten. Vor jeder Einlagerung wurde deshalb eine Probe des Einlagerguts gezogen und sorgfältig auf einen möglichen Befall untersucht. Auf diese Weise wurden Einschleppungen weitgehend verhindert.

 

das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl

Gegen die Tauben, Ratten und Mäuse gab es früher eigens Stadtlagerhaus-Katzen. Sie hatten einen quasi Angestelltenstatus und wurden auch in den Büchern als Mitarbeiter geführt. Bei Krankheit wurden die Kosten für einen Tierarzt übernommen.

 

das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl

 

Alle elektrischen Leitungen und Leuchten im Gebäude mußten speziell abgesichert sein, da durch den allgegenwärtigen Getreidestaub stets Explosionsgefahr bestand; der kleinste elektrische Funke konnte eine Staubexplosion auslösen.

 

das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl

Einstellungskriterium für Mitarbeiter war, dass sie u.a. einen Doppelzentner Futtermittel tragen konnten.

 

das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl



Die Führung am Samstagvormittag durch das historische Stadtlagerhaus war ein ganz besonderes Erlebnis an einem ganz besonderen Ort in Regensburg. Wäre schön, wenn solche Führungen noch öfters stattfinden könnten, bevor dann der jetzige Zustand des Industriedenkmals verändert und der Umbau zum Kreativzentrum in Angriff genommen wird.  

 

das Stadtwerk.Regensburg  Führung im historischen Stadtlagerhaus – Foto © Maximilian Weinzierl

 

 

 

 

 

 

 

 

 






Samstag, 12. April 2025

Sachaufnahme bei vorhandenem Licht: Air-Fryer

Air-Fryer– Foto © Maximilian Weinzierl

 Ist ja grad sowas von IN; wir haben jetzt auch einen. Der Air-Fryer hat Einzug gehalten in unsere Küche, die nächste Generation mit Ober- und Unterhitze. Ich bin am Experimentieren. Fritten und panierte Hühnerbrust klappt schon mal. weniger Fett, weniger Energie, weniger Geschirr, schneller ohne Vorheizzeit, braucht weniger Platz als ein Herd, ist schnell gereinigt, weil man den ganzen Schuber in die Spülmaschine gibt – und er ist voll programmier- und kontrollierbar bar auch über App.
 

Sachaufnahme vor Ort bei vorhandenem Licht (Kombination Tageslicht/Kunstlicht) mit der Nikon Z8 und dem Nikkor AF-S 18-35mm f/3.5-4.5G @35mm; dieses Objektiv macht trotz seines hohen Alters recht gute Bilder 👍 und ich mags gern, weil es sehr leicht ist. 






Mittwoch, 26. März 2025

Blüten-Blitzen im Studio: Unser Tulpenmotiv für die Ostergrußkarte

Tulpen-Fotografie im Studio mit 3 Blitzleuchten – Foto © Maximilian Weinzierl

 

Es ist eine Wohltat und ein wahres Vergnügen, wieder mal mit viel Zeit, Muße und Inspiration im Studio "Licht zu bauen"; hier mit zwei seitlich angeordneten Pulsoflex-Softboxen für weiches Licht und einer Pulsoleuchte mit Wabe für hart gerichtetes Gegenlicht von hinten – das ergibt diese hellen Lichtkonturen. Die drei Broncolor Studioblitzleuchten werden asymmetrisch in ihrer Leistung gesteuert. "Tulpen", das Motiv unser diesjährigen Ostergrußkarte, aufgenommen mit der Nikon Z8 und dem 105/2.8 Makroobjektiv. f=14, t=1/100, ISO 64. Hier der Setaufbau zum Nachvollziehen: 

 

Tulpen-Fotografie im Studio mit 3 Blitzleuchten – Foto © Maximilian Weinzierl

 

Konturierendes hartes Gegenlicht von rechts hinten durch eine Pulsoleuchte mit Aufsatz-Wabenraster:

 

Tulpen-Fotografie im Studio mit 3 Blitzleuchten – Foto © Maximilian Weinzierl




 

 

 

 

 

Sonntag, 2. Februar 2025

"Der Römerschatz von Regensburg-Kumpfmühl". Videodreh im Historischen Museum der Stadt Regensburg

Videodreh im Historischen Museum der Stadt Regensburg für die Regensburger Geschichten. Thema des Februarvideos ist der Römerschatz von Regensburg-Kumpfmühl. Foto © Maximilian Weinzierl


Videodreh im Historischen Museum der Stadt Regensburg mit Katharina Lenz und Maximilian Weinzierl für die Regensburger Geschichten. Thema des Februarvideos ist der Römerschatz von Regensburg-Kumpfmühl der bei Bauarbeiten gefunden wurde. Bislang der größte Fund in Süddeutschland.


 

Videodreh im Historischen Museum der Stadt Regensburg für die Regensburger Geschichten. Thema des Februarvideos ist der Römerschatz von Regensburg-Kumpfmühl. Foto © Maximilian Weinzierl

 

Der Bronzekessel mit Münzen und Schmuck war im Bereich des ehemaligen römischen Kohortenlagers Kumpfmühl vergraben (das sich an der heutigen Pfarrkirche St. Wolfgang befand); der Schatz wurde als bedeutender vollständiger Depotfund im Jahr 1989 geborgen.

 

Videodreh im Historischen Museum der Stadt Regensburg für die Regensburger Geschichten. Thema des Februarvideos ist der Römerschatz von Regensburg-Kumpfmühl. Foto © Maximilian Weinzierl
 

Hatten wir die ersten Videos noch mit den Smartphone aufgenommen, arbeiten wir seit einigen Folgen mit einer Systemkamera, der Nikon Z8 und – ganz wichtig – mit kleinen Funkmikros zum Anstecken, und hier mit regelbarem LED-Licht.

 

Videodreh im Historischen Museum der Stadt Regensburg für die Regensburger Geschichten. Thema des Februarvideos ist der Römerschatz von Regensburg-Kumpfmühl. Foto © Maximilian Weinzierl

 

Die Videos, Fotos und Grafiken werden in Premiere Pro verarbeitet und kombiniert. "Der Kumpfmühler Römerschatz" demnächst auf dem Regensburger Geschichten -Kanal  hier klicken

 

Thema des Februarvideos ist der Römerschatz von Regensburg-Kumpfmühl. Die Videos, Fotos und Grafiken werden in Premiere Pro verarbeitet und kombiniert. Foto © Maximilian Weinzierl

 

 

Nachtrag am 4. Februar: hier steht das fertige Video auf YouTube oder unten ins Bild klicken!

 


 






 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Montag, 30. Dezember 2024

Das letzte Geläut, und Videofilmen im Glockenstuhl. THERESIA

Beengtes Selfie mit allen drei Glocken im Glockenstuhl auf dem Turm der Theresienkirche.
Foto © Maximilian Weinzierl

 

Die Kirche St. Theresia in Kumpfmühl wurde in diesem Jahr am 31. Juli profaniert,  >Infos hier<.  

Mit aller Wucht erklangen am 28. Dezember 2024 um 12:15 Uhr noch einmal alle drei Glocken der Theresienkirche, zum Gedenken an den Luftangriff auf Kumpfmühl, der vor genau 80 Jahren, am 28. Dezember 1944 erfolgte. Die Bombardierung Kumpfmühls forderte 47 Todesopfer und hinterließ erhebliche Gebäude- und Sachschäden, auch an der Kirche.

 

Histor. Foto (digital restauriert © Maximilian Weinzierl) aus: 125 Jahre St. Theresia in Regensburg-Kumpfmühl, ISBN 978-3-00-078816-1

 

Die drei Kirchenglocken läuteten an diesem denkwürdigen Tag zum letzten mal, sie sollen nämlich bis Ende Januar 2025 aus dem Turm der profanierten Kirche, die zur Zeit aussen renoviert wird, ausgebaut und abtransportiert werden. 

 

Der Glockenturm der Theresienkirche. Foto © Maximilian Weinzierl


 

Das letzte Geläut mußte also dokumentiert werden und so kletterte ich schwer bepackt mit allerlei Equipment abermals auf den Turm zum Glockenstuhl hinauf. Der Glockenstuhl ist das massive Tragwerk für die drei Glocken, er ist aus Holz und Stahl gebaut. Da oben ist es sehr eng, ich balancierte abenteuerlich auf Holzstufen und Balken

Zudem überall der Taubenkot aus Jahrzehnten und durch die Schallöffnungen in der Kuppel ist es bitterkalt, – es herrschten Minusgrade – was ich vor allem daran merkte, dass die Verbindungskabel ganz starr wurden und sich fast nicht mehr biegen ließen. Ich selbst trug mollig warme Skibekleidung, im Ohr EarXtreme Schallschutzstöpsel und aussen zusätzlich Ohrenschützer.

 

 

Kameraaufbau in der Fensternische beim Glockenstuhl auf dem Turm der Theresienkirche.
Foto © Maximilian Weinzierl

 

Um mit dem Weitwinkelobjektiv alle Glocken zusammen aufs Bild zu bringen, musste die eine Kamera mit dem Stativ ganz an der Fensteröffnung (Bild oben) aufgebaut werden. Damit hatte ich freilich keinen Sucher- bzw. Monitoreinblick, um die Kamera auszurichten und die Parameter einzustellen. Die Ausrichtung und Steuerung der Kamera erfolgte deshalb via Wi-Fi über Nikons SnapBridge App auf dem Smartphone-Monitor. 


Glocken und Glockenstuhl auf dem Turm der Theresienkirche. Foto © Maximilian Weinzierl


Ich hantierte hier oben in luftiger Höhe mit zwei Kameras, zwei LED-Panel-Akku-Leuchten mit Magic-Armen und Clamps befestigt, mit dem Studiomikrofon und dem Tascam Digital Rekorder. Die Nikon Z8 ist ideal geeignet fürs Videofilmen, I love it ! 

Das Glockenläuten habe ich sicherheitshalber zweifach aufgezeichnet, mit der Kamera und dem externen Rekorder, wobei ich den Ton beim vorangegangenen Zwölfuhrläuten einpegeln konnte. Sicher ist sicher, denn dieses Ereignis – das letzte Geläut von St. Theresia – ist nicht wiederholbar. 

 

Ausschnitt aus dem Video-Rohmaterial (10s, Original ist 4k): 

 




NACHTRAG: 

Die Kirchenglocken, die sich ursprünglich noch im Eigentum des Karmeliterordens befanden, wurden nachträglich vom Eigentümer des Gebäudes angekauft; zur Freude der Kumpfmühler verbleiben sie im Kirchturm.