Freitag, 16. Februar 2018

Nimm Rot ins Bild

Hinterlassenschaft – Foto © Maximilian Weinzierl


na das bringt doch Farbe in unsere momentan triste Winterlandschaft, – den Fotografen freuts. Danke lieber "Hundefreund". Erst schön brav das Häufchen ins Plastiksäckchen eintüten, denn es könnt ja jemand das Geschäftchen mitangesehen haben, dann ein paar Schritte weiter, wenn man sich unbeobachtet wähnt, das rote Säckchen samt Inhalt verknotet in die Landschaft! So luftdicht verpackt haben die Verdauungsprodukte des lieben Fiffi dann auch keine Chance in der Natur schnell zu verrotten. Die rote Zutat kann hier lange Zeit herumliegen, falls sie nicht von der Stadtreinigung eingesammelt wird. Doggy's Poop Bag, ein roter Farbtupf für den Landschaftsfotografen.

Das ist mir jetzt leider, grad in dieser Woche, öfters begegnet bei Naturexkursionen in und um Regensburg. so fotografiert wie vorgefunden, nicht extra arrangiert. nix für ungut, ich mag Hunde. Das Thema mag hier gerne kommentiert werden, von Hundebesitzern wie von Spaziergängern, – und von Fotografen natürlich.


Hinterlassenschaft – Foto © Maximilian Weinzierl

fotogene Landschaft um Regensburg – Foto © Maximilian Weinzierl















Mittwoch, 14. Februar 2018

ein dessertmäßiges Ereignis

Foodfotografie, ein dessertmäßiges Ereignis – Foto © Maximilian Weinzierl


zur Zeit bin ich schon sehr mit Foodsachen beschäftigt. Und was wird das jetzt für eine Komposition? Kalorienarm wird das nicht gerade, ich habe pure Sahne aufgekocht, Eigelb, Zucker, das Mark aus der Vanilleschote. Ein dessertmäßiges Ereignis, ein Liebeszauber zum heutigen Valentinstag ... Aufgenommen mit der Nikon D850 und dem AF-S MicroNikkor 2.8/60, Blende 22, Zeit 1/125, ISO 64. Broncolor Blitzanlage. 
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Montag, 12. Februar 2018

Ceviche bei der Vhs

Ceviche von der Jakobsmuschel. Food-Fotoworkshop bei der Vhs-München-Nord.
Foto © Maximilian Weinzierl


Am Samstag fand unser (mit Helmut Meindl) FOOD-Fotoworkshop "Der Appetit kommt mit dem Licht" bei der Vhs-München-Nord statt. Ceviche-von-der-Jakobsmuschel Inszenierung. Aber auch Wurzelgemüse, Black Tiger Prawns, Früchte, handgemachte Praline und Müsliriegel. Bei Foodaufnahmen ist – mehr noch als bei sonstigen Fotos – das Lichtambiente der entscheidende Faktor. Auflicht, Gegenlicht, Reflexe, Konturlicht, Durchlicht, Aufheller, Freisteller uvm.

Food-Fotoworkshop Vhs-München-Nord – Foto © Maximilian Weinzierl
Und es braucht viel Platz für Foodinszenierungen in der Gruppe. Der verdunkelbare Saal im Kultur- und Bildungszentrum Ismaning bietet dafür geradezu ideale Voraussetzungen. Im einführenden Beamervortrag wurden an ein paar Beispiel-Bildern die Grundregeln der Foodfotografie aufgezeigt; daneben gabs Tipps und Tricks für die spezielle Zubereitung, das Handling und das Styling von Foto-Food. Dann experimentierten wir mit drei verschiedenen Lichtaufbauten: Studio-Blitzanlage, System-Blitzgeräte und LED-Leuchten mit Dauerlicht. Hochmotivierte Teilnehmer, und die Ergebnisse können sich sehen lassen; die Zeit verging wie im Flug, alles in allem, ein inspirierender Fotoworkshop. Alle Bilder, ausser dem Bild vom Saal, sind mit der Nikon D850 aufgenommen, Objektiv AF-S MicroNikkor 2.8/105, zwei Nikon SB-5000 Blitzgeräte via WR-R10, Broncolor Blitzanlage, Pulso-4-Leuchten und Lichtformer (Softbox, Konus, Weitwinkel-Reflektor) und LED-Leuchten Manfrotto Lykos bi-color und Litepanels LP-Micro. Immer dabei: Aufbauzubehör von Novoflex (Halter, Stangen, Minikugelköpfe, Ministative, Klemmen etc.).


Wurzelgemüse. Food-Fotoworkshop bei der Vhs-München-Nord – Foto © Maximilian Weinzierl


Praline. Food-Fotoworkshop bei der Vhs-München-Nord – Foto © Maximilian Weinzierl









Mittwoch, 7. Februar 2018

der Mehlwurm-Burger

Mehlwurm-Burger – Foto und Styling © Maximilian Weinzierl


Insekten sind definitiv das Nahrungsmittel der Zukunft; wie sollen wir sonst demnächst 9 Mrd. Menschen ernähren? Ich habe mich schon mal wagemutig an einen Mehlwurm-Burger gewagt. Das Patty ist nicht ganz aus Mehlwürmern geformt, sondern mit gut 1/3 Angusrind-Anteil vermischt. Dann hälts die Form besser zusammen. Ei, Petersilie, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Chili. Die Mehlwürmer, – 1 Tag hungern lassen, damit sie den Darm entleeren und dann ins Eisfach damit sie sanft entschlafen –, werden ganz kurz in der Pfanne angeschmolzen. Die sogenannten Mehlwürmer sind die Larven des Mehlkäfers (Tenebrio molitor) aus der Familie des Schwarzkäfers, eigentlich ein Vorratsschädling und damit ein Kulturfolger des Menschen. Sie ernähren sich von Mehl und Getreideprodukten wie Backwaren und sind leicht zu züchten.

 
Kurzes Anrösten der Mehlwürmer – Foto und Styling © Maximilian Weinzierl


Der Mehlwurm-Burger schmeckt gut, tatsächlich, so crunchy. Ein Problem sehe ich darin, dass die Mehlwürmer im Moment (noch?!) ebenso viel kosten wie Fleisch. Das wird sich aber schnell ändern, wenn die Industrie in die Großproduktion einsteigt. Insektenlarven haben eine sehr günstige Ökobilanz im Vergleich zur herkömmlichen Tiermast. Der Proteinanteil am Gesamtgewicht ist bei Insekten größer, und die Umwandlung von Futter in Protein ist ebenfalls effizienter als bei der herkömmlichen Fleischproduktion. Auch weniger Wasser wird verbraucht. Insektenzucht im großen Stil könnte unser unethisches Fleischproduktions-Dilemma lösen. Was meint Ihr dazu? Kommt jemand zum Burger-Essen vorbei? 😋



Die Masse für den Mehlwurm-Burger – Foto und Styling © Maximilian Weinzierl

Nikon D850, AF-S MicroNikkor 2.8/60, Broncolor-Studioblitz.








Samstag, 3. Februar 2018

Kannibalismus Unfall

Mantis ißt Mantis. Bild aus dem Video auskopiert – © Maximilian Weinzierl

Projekt Schildmantis: Mantis ißt Mantis. Das war ein Unfall, es war so nicht vorgesehen. Für das Schildmantis-Fotoprojekt haben wir mehrere Exemplare von perfekt gewachsenen, ausgesucht schönen Rhombodera sp. IGM 227 im Einsatz. Die wertvollen Tiere sind sehr aggressiv und erbeuten alles, was sich irgendwie bewältigen läßt. Deshalb werden sie einzeln gehalten. Aber jede Woche einmal werden ihre Glasterrarien gesäubert, d.h. unter fließend heißem Wasser ausgespült. Während der Reinigung setzen wir die Gottesanbeterinnen immer gebührend weit auseinander in eine Juccapalme. 

Als ich diesmal nach etwa 10 Minuten zurückkehrte, war es geschehen. Trotzdem die Tierchen gut gefüttert waren und eigentlich satt sein sollten, hatte sich eine der freisitzenden Schildmatiden die Model-Kollegin geschnappt. Einmal im Klammergriff einer Mantis gibt es kein Entrinnen mehr. Ein grausamer Verlust. Glücklicherweise stand die Nikon D850 mit dem AF-S Nikkor 2.8/105 bereit, Originalvideo = 4K/UHD-FX, und die Lupoled 1120 DMX Dualcolor-Leuchten waren auch schnell greifbar. Und so entstanden ganz einzigartige, atemberaubende Bilder, – und Kevin MacLeod hat die passende Musik für dieses Grusical.

Das Video steht auf YouTube (hier klicken) oder unten ins Bild klicken. Möglichst monitorfüllend betrachten!